Marienkrankenhaus Kassel
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Hernienzentrum

Zert2013-Komp-Hernien 

 

Sehr geehrte Patientinnen, sehr geehrte Patienten!


Bei einer Hernie handelt es sich um eine natürliche oder erworbene Schwachstelle der Bauchwand. Schweres Tragen und Heben, chronisches Husten und Niesen oder anstrengendes Pressen beim Stuhlgang, aber auch Übergewicht und Diabetes mellitus können die Entstehung begünstigen.

Die häufigsten Formen sind:

  • Leistenhernien
  • Schenkelhernien
  • Nabelhernien
  • Narbenhernien (nach Bauchoperationen)  

 

 Dr Hoffmann 

Dr. med. Michael Hoffmann

Facharzt für Chirurgie

Sprechstunden nur nach telefonischer Vereinbarung:

T (0561) 8073-1300 / -1315

oder chirurgie@marienkrankenhaus-kassel.de 

 

 

 

 

 

  

Von Fachgesellschaften zum Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifiziert

Das Hernienzentrum am Marienkrankenhaus ist von der Deutschen Herniengesellschaft (DHG), der Deutschen Gesellschaft für Allgemein-und Viszeralchirurgie (DGAV) sowie der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Hernien (CAH) zum Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifiziert worden. Das Zertifikat steht für die hohe Qualität der chirurgischen Versorgung von Hernienpatienten an unserem Zentrum.


 

Weiterführende Informationen:

 


Hernienchirurgie:
Zertifizierte Qualität am Marienkrankenhaus

Foto OP HernienDas Hernienzentrum am Marienkrankenhaus Kassel wurde bereits vor fünf Jahren von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Visceralchirurgie als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifiziert. Es ist das einzige Krankenhaus der Region, das dieses Qualitätssiegel der medizinischen Fachgesellschaft trägt.

Mit über 1.500 Operationen pro Jahr übersteigt das Kasseler Hernienzentrum die geforderte Mindestmenge von 200 Eingriffen um ein Vielfaches. Es zählt zu den führenden Einrichtungen für Hernienchirurgie in Deutschland. Spezialisiert ist das Zentrum auf die Operation aller Formen und Schweregrade von Hernien sowie die operative Therapie der "Sportlerleiste“.

Brüche der Bauchwand, sogenannte Hernien, haben vielfältige Ursachen. So kann eine genetisch bedingte Gewebeschwäche oder eine Narbe nach großen Bauchoperationen dazu führen, dass das Bindegewebe der Bauchwand seine Stabilität verliert und bei starker Belastung wie durch schweres Heben, starkes Husten oder Pressen reißt. Innere Organe, wie Darmschlingen, können sich dann durch den entstandenen Spalt schieben und im schlimmsten Fall zu lebensbedrohlichen Komplikationen, wie einem Darmverschluss, führen. „Brüche der Bauchwand treten prinzipiell in jedem Alter auf“, erläutert Dr. med. Michael Hoffmann, chirurgischer Chefarzt und Leiter des Kompetenzzentrums für Hernienchirurgie am Marienkrankenhaus Kassel.

Neben angeborenen Schwächen des Bindegewebes oder Operationsnarben zählt auch das Rauchen zu den Risikofaktoren für die Entstehung von Hernien. „Wenn Hernien dieLebensqualität beeinträchtigen, sollten sie in der Regel möglichst schnell operativ verschlossen werden, denn ein Bruch heilt niemals von alleine“, betont Dr. Hoffmann. Eine Sonderform stellt die sogenannte „Sportlerleiste“ dar, die meist bei jungen, sportlich aktiven Menschen auftritt. „Zugrunde liegen hier eine chronische Überbelastung und oft eine schmerzhafte Nervenkompression im Leistenkanal“, erläutert der Hernienexperte. „Auch hier kann eine Operation notwendig werden.“

Zur operativen Therapie von Hernien werden vor allem moderne minimalinvasive Verfahren eingesetzt, bei denen der Bruch meist durch ein feines Kunststoffnetz verschlossen wird. „Welches Verfahren zum Einsatz kommt, muss bei jedem Patienten individuell entschieden werden“, macht Dr. Hoffmann deutlich. Eine besondere Herausforderung stellen ausgedehnte Narbenbrüche oder Brüche an künstlichen Darmausgängen dar, die als Spätfolge nach großen Bauchoperationen auftreten können. „Hier ist viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl des Operateurs gefordert."