Marienkrankenhaus Kassel
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Aktion: Saubere Hände

Hintergrund der Aktion:

Krankenhausinfektionen haben eine große medizinische und sozioökonomische Bedeutung. Im Durchschnitt sind ca. 3-5 % der Krankenhauspatienten von ihnen betroffen, in Risikobereichen wie Intensivstationen sind es 15-20 % der Patienten. Diese Infektionen sind für die Patienten ein großes Risiko, da das Immunsystem von Intensivpatienten oft deutlich geschwächt ist. Neben der Patientensicherheit ist der gesundheitsökonomische Aspekt ebenfalls von Relevanz. Durch Krankenhausinfektionen werden die Liegezeiten erheblich verlängert und es entstehen für die Kliniken zusätzliche Kosten.

Das Marienkrankenhaus geht mit gutem Beispiel voran!

Nicht nur weil das Marienkrankenhaus vom Gesundheitsamt zum infektiologischen Schwerpunktkrankenhaus der Stadt Kassel ausgewählt wurde geht man auf dem Rothenberg mit gutem Beispiel voran. Mit der Teilnahme an der „Aktion saubere Hände" will man erneut alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sensibilisieren und dadurch die Durchführung der Händedesinfektion dauerhaft erhöhen und Krankenhausinfektionen vermeiden. Ziel ist es, auf allen Ebenen - Krankenhausleitung, Management, Qualitätssicherung, Personal, Patienten - die Wichtigkeit der Händedesinfektion zu verdeutlichen.

„Wir starten auf hohem Niveau", so die Hygienefachkraft Ruth Dallig. Im Marienkrankenhaus sind schon lange vor der „Aktion Saubere Hände" Maßnahmen getroffen worden, die das Risiko einer Krankenhausinfektion minimieren. In allen Patientenzimmern sind ausreichend Händedesinfektionsmittelspender vorhanden, auf der Intensivstation sogar an jedem Bett. An jedem Händedesinfektionsmittelspender ist für die Durchführung ein Piktogramm angebracht worden. Für Besucher ist diese Anleitung von großem Vorteil.
Die Daten, die für die Teilnahme an der Aktion erforderlich sind werden im Marienkrankenhaus schon seit 2005 erfasst. Dazu gehört der Händedesinfektionsmittelverbrauch, der nicht nur dokumentiert, sondern auch kontrolliert wird, Patiententage / Pflegetage der einzelnen Stationen und Standort der einzelnen Händedesinfektionsmittelspender.

Zum Thema Händedesinfektion finden jedes Jahr mehrere Pflichtfortbildungen statt, in denen nicht nur theoretisch die Durchführung erklärt wird, sondern auch praktische Übungen mit einer UV - Lampe, die Durchführungsfehler verdeutlicht, durchgeführt werden.

Die durch das Bundesministerium für Gesundheit geförderte „Aktion Saubere Hände" ist keine ausschließliche Aktion der Krankenhaushygiene, sondern das gesamte Krankenhaus mit seinen höchsten administrativen Ebenen trägt Verantwortung und wird mit einbezogen.

Zurzeit nehmen 250 Krankenhäuser aus Deutschland an der Aktion teil, sowie die Deutsche Rettungsflugwacht. Das gemeinsame Ziel aller Teilnehmer ist es die Hauptursache für die Übertragung von Infektionserregern auszuschalten bzw. die Wichtigkeit der Händedesinfektion zur Unterbrechung von Infektionsketten im Sinne der Patientensicherheit publik zu machen.


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